Potsdam jubelt über WeberIn Brandenburg reagiert man euphorisch auf die Plöne der Weber Motor GmbH, sich in Grünheide ansiedeln zu wollen. Zurzeit verhandelt die Weber Motor GmbH über die Höhe der Landeszuschüsse für die geplante 30-Millionen-Investition in den neuen StandortlMarkdorf – Eitel Sonnenschein herrscht derzeit im Wirtschaftsministerium in Potsdam: „Mittelstand ist mein Großprojekt“, lautet ein Lieblingssatz von Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU), weiß dessen Pressesprecher Alexander Gallrein. Dem Minister sei jeder einzelne Arbeitsplatz in Brandenburg wichtig, sagt Gallrein im Gespräch mit dem SÜDKURIER. Umso höhere Bedeutung messe man den Plänen der Weber Motor GmbH bei, in Grünheide am Rande Berlins auf Sicht 200 Arbeitsplätze schaffen zu wollen. Wie berichtet, plant Weber die Umsiedlung seiner Motorenproduktion nach Grünheide, wo er 30 Millionen Euro investieren will. „Für uns ist es eine der besten Ansiedlungen der jüngeren Vergangenheit“, teilt der Pressesprecher des Wirtschaftsministers jetzt schon reiche Vorschusslorbeeren an die Markdorfer Unternehmenschefs um Albert Weber und Georg von Falck aus. Gallrein spricht im Zusammenhang mit den Weber-Plänen von „zukunftsfesten Arbeitsplätzen“, da die kleinvolumigen Weber-Motoren und vor allem deren Hybrid-Lösung hervorragende Marktperspektiven böten. Offenbar ist aber noch nicht alles in trockenen Tüchern, was die Weber-Ansiedlung angeht: Noch ist nicht entschieden, ob Weber zunächst eine bezugsfertige Halle anmietet und erst später eventuell selbst baut. Von Falck hatte sich dazu gegenüber dieser Zeitung ebenfalls noch bedeckt gehalten. Auch sollen die 30 Millionen Euro erst nach und nach investiert werden, wie es in informierten Kreisen heißt. Die geplante volle Personalstärke von 200 Mitarbeitern soll zudem erst in 2012 erreicht werden – selbst bei einem geplanten Produktionsstart Ende 2010.
Bei der Entscheidung für Grünheide habe laut von Falck die Nähe zu Universitäten und Forschungseinrichtungen eine große Rolle gespielt. Mit der Technischen Universität Cottbus plant die Weber Motor GmbH Kooperationen. Berlin, so hatte sich von Falck an anderer Stelle geäußert, habe in dieser Hinsicht deutlich mehr zu bieten als die Bodenseeregion. Weitere Beweggründe seien die hervorragende Verkehrsanbindung des Gewerbeparkes und die Förderung durch das Land Brandenburg gewesen. Über die Höhe dieser Förderung wird offenbar noch gerungen. Das Wirtschaftsministerium befinde sich in Gesprächen mit der Weber Motor GmbH, sagt Gallrein. Über die Summe und über einen Beginn der Förderung könne man noch nichts sagen. Die Höhe der Förderung hänge von den konkreten Plänen des Unternehmens, von Mitarbeiterzahlen und von Innovationen ab, so Gallrein, der gestern mit einem „zügigen Abschluss“ der Gespräche rechnete: „Nach meiner Kenntnis sind wir nicht weit weg voneinander.“ Bei der Investitionslandesbank Brandenburg war bis Ende vergangener Woche noch kein Förderantrag von Weber eingegangen.
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