Fertigstellung Fibertech Halle der Weber Automotive in der Daimler-Str. 5, MarkdorfArchitektonisches HighlightZwei Grundsätze der Weber Automotive wurden auch mit Fertigstellung der Fibertech Halle in der Daimler Straße in die Tat umgesetzt, bzw. mit der Produktionsaufnahme für die neue Generation der kommenden Smart Fahrzeuge.
1. „Qualität setzt sich durch“: Gebäude, die kompletten Maschinenanlagen und die Produktion sind auf höchstem Qualitätsniveau realisiert worden.
2. „Jede Zeit hat ihre Chancen“: Nur wenn die zukünftige Mobilität bei Fahrzeugen durch Gewichtsreduzierungen, dazu führen dass ein geringerer Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß verwirklicht werden, ist dies ökologisch und ökonomisch eine Zukunft. Wenn dies zusätzlich noch getoppt wird um die Insassensicherheit bei Fahrzeugen zu erhöhen, dann ist dies ein weiteres Indiz für die Zukunft der Individualitäts-Mobilität. Beide Voraussetzungen vollzieht die Weber Fibertech mit Ihrer neuen Technologie bei der Herstellung von wichtigen Strukturteilen beim Automobil in der Faserverbundtechnologie.
a. Genehmigungszeitraum und Architektur nach Grundlagenermittlungen und der Erstellung der Vorentwürfe im Frühjahr 2005 erfolgte in enger Zusammenarbeit mit der Stadt Markdorf die Abstimmung über die notwendige Änderung des Bebauungsplanes, so dass eine schnelle Bearbeitung des Genehmigungsverfahrens erfolgen konnte.
Die Bauarbeitern begannen am 05.09.2005. Die architektonische Konzeption überzeugt durch eine klare, funktionale Gebäudestruktur der Produktionshalle, mit einer integrierten Zwischenebene zur Aufstellung der notwendigen produktionstechnischen Einrichtungen in Form einer Technikzentrale.
Sichtbar zur Stadt tritt die „gläserne Produktion“ durch die großzügige Verglasung der Halle nach Nord – Westen in Erscheinung. Einen spannungsvollen Kontrast bildet der rote, signalfarbene, mehrgeschossige Anbau in Sichtbeton zu der reduzierten Materialauswahl aus Aluminium und Glas des eigentlichen Produktionsgebäudes.
b. Gebäudedaten, Informationen Abmessungen und Kubatur Größe der Halle: 21,40 x 34,00 m x Höhe 17,50 m = ca.12.700,00 m³Größe Anbau und Rohstoffsilos: 20,60 x 7,11 m x Höhe 16,65 m = ca. 2.400,00 m³Die Produktionshalle ist funktional zur Aufnahme zweier unabhängiger Fertigungseinheiten ausgelegt, mit einer durchgängigen technischen Versorgungsebene über den Produktionsmaschinen.
Baukonstruktion und Gestaltung Gründungen: Die Gründung des Gebäudes im Bereich der 280 Tonnen schweren Hydraulikpressen erfolgte auf 15,00 m tiefen Betonpfählen.
Tragwerk / Konstruktion: Die Tragkonstruktion besteht aus Stahlbeton- Stützen und Trägern, mit Nebentragwerken aus Stahlprofilen. Die Wandflächen bestehen aus wärmegedämmten Paneelen, mit einer Außenschale aus Aluminiumfarbenen Wellenprofilen.
Der Dachaufbau besteht aus Trapezblechen mit Wärmedämmung und Flachdachabdichtung, mit einer Oberschale aus KalZip – Blechen.
Über die Nord – Ost - Fassade als voll verglaster Pfosten – Riegel – Konstruktion erfolgt die natürliche Belichtung des Halleninnenraumes.
Gestaltung Der Sozialanbau und der Stellplatz für die Granulatsilos vor der Halle, sind mit einer Fassade aus Streckmetallelementen verkleidet, und optisch zu einem zusammengehörigem Baukörper verbunden. Streckmetalloberflächen und Sichtbetonflächen dieser Bauteile sind in der roten Firmenfarbe der Weber Fibertech beschichtet.
Technische Peripherie Elektroinstallation Zur Energieversorgung der Produktion wurde im Gebäudeinneren eine eigene Mittelspannungsstation der EnBw eingerichtet, mit einem 1000 kVA – Trafo.
Heizung Das Gebäude hat keine eigene Heizungsanlage, sondern wird durch Wärmerückgewinnung aus der Prozesswärme beheizt.
Lüftung Zuluft, Abluft und Wärmerückgewinnung erfolgen über ein zentrales Lüftungsgerät mit Wärmetauschern und einer Umwälzleistung von bis zu 100.000 m³ pro Stunde.
Kühlung Die im Produktionsablauf benötigte Prozesskälte wird über Wärmetauscher und einer Kältemaschine mit angeschlossenem Kühlturm bereitgestellt.
Hallenkrane Ein 50 – Tonnen und ein 2 – Tonnen – Hallenkran ermöglichen die notwendigen Wechsel von Werkzeugen und Bauteilen in und an den Produktionsmaschinen.
c. Das Weber Fibertech Team:
Norbert Stötzner, Ingenieur, verantwortlich für Markus Kramer, Ingenieur, Kundenprojektmanager Otto Rössler, Maschinenbaumeister, verantwortlich
Bauzeit Bilder:
Tiefbohrung für Fundamentgründungen 15m tief
Stahlbeton-Säulen für Produktionshalle mit 20m Höhe
Stahlbeton-Säulen und Querkonstruktion für die neue Halle
Skelettkonstruktion für die Halle
Herstellung der Außenfassade
Süd-Fassade mit roter Signalfarbe das Farb-
West Fassade Einblick in die "gläserne Manufaktur" |

