Weber GmbH nimmt wieder Fahrt aufDer Automotive-Zulieferer und Motorenhersteller Weber in Markdorf sieht sich auf gutem Weg heraus aus der Krise: In den vergangenen drei Monaten wurden starke Auftragseingänge verzeichnet. Mit Zuversicht raus aus der Krise: Firmenchef und Gründer Albert Weber (Mitte) und seine Söhne, Geschäftsführer Christian (links) und Daniel Weber freuen sich, dass der Geschäftsverlauf ihres Unternehmens nach der heftigen Talfahrt wieder steil nach oben geht.
Die noch bestehende Kurzarbeit am Sitz in Markdorf soll bis spätestens Ende des Jahres komplett beendet werden. Sollte sich die positive Entwicklung auch im neuen Jahr fortsetzen, werde man auch am Standort Markdorf sowohl in neue Maschinen investieren als auch neue Mitarbeiter einstellen, sagte Christian Weber.
Die Perspektive für einen „signifikanten Aufbau“ des Personals sei da, eine zweistellige Anzahl realistisch. Die Marktkonsolidierung nach der Krise sei Anlass für eine strategische Neuausrichtung, sagte Albert Weber: Die Abhängigkeit von einzelnen Großaufträgen soll durch einen künftig breiteren Kundenkreis verringert werden, der Fokus geht dabei auch stärker in die Nutzfahrzeugbranche.
Ein erster wichtiger Schritt ist bereits getan: Nach der Insolvenz des direkten Mitbewerbers Görtz und Schiele GmbH (St. Ingbert) hat Weber dessen Werk in Auburn Hills (USA) übernommen. Auf 20 000 Quadratmetern Fläche werden dort nun mit der hohen Fertigungsqualität von Markdorf kundennah Motorenkomponenten hergestellt. Als Großkunde konnte dort Ford gewonnen werden, mehrere Aufträge seien bereits verbucht, der Weg zu einer strategischen Partnerschaft gebahnt.
Die Übernahme diene auch dem Ziel, die eigene Marktposition in den USA weiter auszubauen. Von den Märkten in Übersee erwarten Albert und Christian Weber in nächster Zukunft das stärkste Wachstum. Doch auch europäische Motorenhersteller würden wieder verstärkt ordern. Sollte die derzeit starke Nachfrage an Motorenblöcken und Zylinderköpfen anhalten, sei absehbar, dass die Kapazitäten in 2011 nicht mehr ausreichen werden. Dann müsse in den Maschinenpark investiert und Personal aufgestockt werden, hieß es.
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